Antibell-Halsband mit Ultraschall

Antibell-Halsband mit Ultraschallfunktion – geht ins Ohr, bleibt im Kopf

Zu den sanfteren Methoden der Konditionierung mit einem Antibell-Halsband zählt die Variante, in der Ultraschall-Töne eingesetzt werden. In Deutschland ist dieses Modell erlaubt, da dem Hund kein Schmerz zugefügt wird. Jedoch sehen Experten den Einsatz von Ultraschall kritisch. Zwar löst dieser keinen direkten Schmerz beim Tier aus, jedoch kann auch hier der nicht fachmännische Einsatz zu ungewollter Verschlechterung des hündischen Verhaltens führen. Zu laute oder schrille Töne können Panik auslösen und sind daher kontraproduktiv und nicht empfehlenswert. Hier ist es daher besonders wichtig, auf die Qualität des Modells zu achten.

Ultraschallwellen: Schneller Lerneffekt dank besonders gutem Gehör

Korrekt eingesetzt kann das Training anhand von Tönen als Hilfsmittel generell gewinnbringend sein. Denn Hunde lernen dank ihres besonders ausgereiften Gehörs überaus schnell, was verschiedene Töne zu bedeuten haben. Stetiges Training mit Hundepfeifen, Antibell-Halsbändern oder anderen auf Ton basierenden Hilfsmitteln kann daher durchaus Früchte tragen.

Hundeohren und Ultraschall – weniger ist mehr

Die meisten Modelle der auf Ultraschall basierenden Antibell-Halsbänder funktionieren automatisch. Das bedeutet, dass ein harmloser Ultraschallton ausgesendet wird, sobald das Gerät, das etwa am Kehlkopf des Hundes befestigt wird, das Bellen des Hundes registriert. Generell ist dieser Ultraschallton nicht schädlich. Handelsübliche Hundepfeifen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Für menschliche Ohren kaum wahrnehmbar, erfasst das hündische Gehör den Ton, wird abgelenkt und empfindet ihn unter Umständen als unangenehm.

Problem: Nicht geeignet für Mehrhundehaltung

Diese Variante des Antibell-Halsbandes ist nicht geeignet, sobald mehrere Tiere im Haushalt leben oder anwesend sind, während es zum Einsatz kommt. Dabei ist zu beachten: Nicht nur Hunde erfassen diese Ultraschalltöne. Auch Katzen und andere Tiere nehmen sie wahr. Der Effekt kann daher auch für die tierische Umwelt eine Belastung darstellen, was vor der Anschaffung bedacht werden muss. Bei Mehrhundehaltung sollte daher auf andere Varianten wie etwa das Antibell-Halsband mit Wasserstoß zurückgegriffen werden.

Umstritten: der schmale Grat zwischen störend und reizend

Die fachmännische Beratung ist vor der Verwendung unumgänglich. Hunde reagieren sehr unterschiedlich auf derartige Trainingsmethoden und zeigen sich verschieden empfindlich, wenn sie den hohen Frequenzen der Ultraschall-Töne ausgesetzt sind. Das Ziel eines Antibell-Halsbandes auf Ultraschallbasis ist es, den Hund beim Bellen zu stören und zu erreichen, dass dieser das Bellen mit einem unangenehmen Effekt verbindet. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen die Tiere aggressiv reagieren und somit ein gänzlich anderer Effekt eintritt als gewünscht. Vorab sollte daher eine umfassende Beratung sowie die genaue Beobachtung des Tieres Pflicht sein.

Wird bereits anhand einer Hundepfeife beispielsweise die Abrufbarkeit des Hundes trainiert, zeigt sich diese Variante des Erziehungshalsbandes oftmals weniger sinnvoll. Denn während der Pfiff beim Abruf-Training etwas Gutes für den Hund signalisiert, so dass er zum Besitzer zurückläuft, soll der Ton des Ultraschallhalsbandes als störend empfunden werden. Hier kann es demnach passieren, dass im Kreis herum trainiert wird und eine oder beide Aspekte nicht mehr greifen.